Myome sind gutartige Muskelknoten der Gebärmutter, die sehr häufig vorkommen – besonders bei Frauen zwischen 30 und 50 Jahren. Viele Myome bleiben unbemerkt und müssen nicht behandelt werden. Je nach Lage und Grösse können sie jedoch Beschwerden verursachen, wie zum Beispiel:
- starke oder verlängerte Monatsblutungen
- Druck- oder Völlegefühl im Bauch
- Schmerzen im Unterleib oder Rücken
- häufiger Harndrang
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- unerfüllter Kinderwunsch (in manchen Fällen)
Wie werden Myome festgestellt?
Myome werden meist durch eine gynäkologische Untersuchung und insbesondere mittels Ultraschall diagnostiziert. Ihre Lage – ob in der Gebärmutterschleimhaut, in der Muskelschicht oder nach außen wachsend – bestimmt oft, ob und welche Beschwerden auftreten.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Nicht jedes Myom muss behandelt werden. Die Therapie richtet sich nach den Beschwerden, der Grösse und dem Kinderwunsch. Mögliche Optionen sind:
- Beobachtung bei beschwerdefreien Myomen
- Medikamentöse Behandlung, z. B. hormonell
- Minimalinvasive Eingriffe wie Myom-Entfernung (Myomektomie)
- Embolisation (Verschluss der Blutgefässe, die das Myom versorgen)
- Operative Entfernung der Gebärmutter (in seltenen, schweren Fällen)
Gut zu wissen
Myome sind nicht bösartig und entwickeln sich praktisch nie zu Krebs. Mit einer passenden Abklärung und individuellen Behandlung lassen sich Beschwerden in den meisten Fällen sehr gut kontrollieren.
